Hotlinewüste Deutschland

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen musste ich mich leider mit der Telefonhotline von zwei großen deutschen Anbietern für Telekommunikation- und Internetdienstleistungen herumschlagen.  Die etwas längere Vorgeschichte lasse ich einfachheitshalber weg, denn die würde den Rahmen sprengen. Allerdings möchte ich noch bemerken, dass es sich in einem Fall ‚nur‘ um eine Privatkundenhotline, im anderen um die Businesshotline für Rahmenvertragskunden handelte, was meiner Meinung nach keine Rolle spielen sollte.

Die Vorgehensweise der Anbieter war in beiden Fällen identisch und das anfangs in einem recht unfreundlichen Umgangston. Es wurde versucht unternehmensinterne Fehler dem Kunden aufbürden, was zusätzliche Kosten und in einem Fall den verlängerten Leistungsausfall mit sich gebracht hätte. Nach einer ausgiebigen Meinungsmitteilung meinerseits mit Androhung der Kündigung aller Verträge nach Ablauf der Mindestlaufzeit wurde plötzlich eingelenkt und alles wie beauftragt in die richtigen Bahnen geleitet.

Da stellt sich dem Unwissenden Endverbraucher die Frage, warum Reklamation hierzulande teilweise immer noch so servicefremd gehandhabt werden. Es gibt zwar sehr viele Ausnahmen, allerdings trifft man bei sehr großen Unternehmen immer wieder auf diese Probleme. Fakt ist, dass in beiden Fällen die Kündigungen geschrieben wird. Ob es letztendlich hilft und wir bei anderen Anbietern besser behandelt werden bleibt abzuwarten. Allerdings müssen wir uns nicht nachsagen lassen, wir hätten es nicht versucht, denn solch kundenunfreundliche Abwimmelversuche darf man nicht ungestraft durchgehen lassen.

Foto: Jay F. Kay

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