Mehr Privatsphäre versprach Mark Zuckerberg in seinem offenen Brief auf Facebook. Gestern wurde ich mit den neuen Privatsphären-Einstellungen konfrontiert und spielte ein wenig damit herum. Das Ergebnis brachte in mir eher Ernüchterung und Verärgerung als Begeisterung hervor.
So gibt es seit neuestem einige Dinge die auf den Profilen der Facebook-Nutzer grundsätzlich für „Alle“ zu sehen sind. Dieses „Alle“ bezieht sich auf alle Personen, die das Profil betrachten, Anwendungen, die man auf Facebook verwendet, und Webseiten, mit denen man sich via Facebook verbunden hat. Bisher konnte man das Profilbild, den Namen und die Netzwerke nicht ausblenden und das war aus meiner Sicht auch gut so. Jetzt trifft dies aber zusätzlich auf das Geschlecht, den derzeitigen Wohnort, Freundeslisten und Seiten zu. Ein klarer Rückschritt!
Alleine durch die fehlende Option Fan-Seiten für alle Profilbesucher auszublenden, bleibt dem Facebook-Nutzer nichts anderes übrig, als jedem Profilbesucher seine bevorzugten Produkte, Marken, Musiker, usw. zu zeigen oder falls dies, um die Privatsphäre zu wahren, nicht gewollt ist, alle Fan-Seiten zu löschen. Ein toller Fortschritt in Richtung mehr Privatsphäre. Ob das den Fan-Seiten-Betreibern gefallen wird, ist fraglich. Vor allem wenn diese für ihre Seiten Werbung bei Facebook gebucht haben.
Da ich nicht annehme, dass sich an dieser Privatsphären-Politik in Kürze etwas ändern wird, werde ich in Kürze mein privates Facebook-Profil informationstechnisch extrem ausdünnen und einige Fan-Seiten löschen. Das ist zwar schade, aber so erreiche ich wieder annähernd meine ursprüngliche Profilanzeige für „Alle“.
Weitere Informationen zu den Änderungen findet man direkt in der Facebook-Hilfe.
Foto: Jay F. Kay
