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Alles rein biologisch, Biomarkt und so!

biologisch

Wir haben hier seit ein paar Wochen einen neuen Biomarkt, in dem ich mich heute umsehen wollte. Ok, den Laden gibt es schon eine Weile, aber ich wusste einfach nichts davon. Hier hat wohl der Buschfunk versagt. Vielleicht haben wir hier eine neue Einkaufsmöglichkeit, dachte ich mir und ab ging es hinein in den Laden.

Der erste Eindruck war extrem negativ und dieser kam nicht von der Einrichtung. Trotz heutiger angenehmer „Kühle“, die durch eine Außentemperatur von ca. 22°C erzeugt wurde, war es in dem Laden stickig und heiß. Was mag hier in den letzten Tagen für ein Klima geherrscht haben, als wir mit Außentemperaturen zwischen 30 und 40° C zu kämpfen hatten. Man kann sich sicher vorstellen, wie das Gemüse, die Schokoladenprodukte und andere hitzeempfindlichen Waren ausgesehen haben, die ohne jegliche Kühlung im Laden zum Verkauf angeboten wurden. Die Produkte in den Kühlregalen sahen auch nicht sehr vertrauenserweckend aus, denn die Kühlaggregate waren mit der Hitze im Laden etwas überfordert. Die Kühlleistung dieser aus meiner Sicht alten Kühlaggregate war beängstigend, denn nach einem Berührtest konnte ich keine wirkliche Kühlung der Produkte feststellen. Dafür wurde man von den Gebläsen der Aggregate mit heißer Luft angeblasen. Hier wurde die Kühlkette der Produkte eindeutig unterbrochen, interessiert hat es aber niemand. Dafür war alles rein biologisch?

Sehr auffällig war auch der sehr hohe Anteil an regionsfremden und ausländischen Produkten, obwohl im Prospekt und auch auf der Webseite des Franchisegebers mit Regionalität und Herkunft geworben wird. Vielleicht wäre mein erster Eindruck an einem anderen Tag etwas positiver ausgefallen, denn zurzeit haben wir im Lebensmittelmarkt durch die hohen Außentemperaturen mit Sicherheit eine Extremsituation. Allerdings zeichnet es einen guten Markt aus, mit dieser außergewöhnlichen Situationen fertig zu werden. Meine Ansprüche wurden nicht erfüllt und wie ich mit dem Wissen einer unterbrochenen Kühlkette verfahren werde entscheide ich spontan nach dem Montagmorgen Kaffee.

Foto: Jay F. Kay

Autor: Jay F. Kay

Musiker, New Energy Pro, Blogger, Travel Writer, Netz-addicted… oder kurz: „Analogue Native in der digitalen Welt“

3 Kommentare

  1. Den Vorfall mit der unterbrochenen Kühlkette habe ich gerade dem zuständigen Verbraucherschutzamt gemeldet, denn spaßig ist solch ein leichtsinniger Umgang mit Lebensmitteln nicht wirklich. Übrigens, wirklich lachen konnten die Herrschaften dort über den Vorfall auch nicht.

  2. Gestern hatte der nette Herr von der Lebensmittelüberwachung des Verbraucherschutzamtes bei mir angerufen, um mir das Ergebnis vom Überprüfungsbesuch im Biomarkt mitzuteilen. Anscheinend waren die Kühlaggregate der Kühlauslagen derart verstaubt, dass keine ordentliche Kühlleistung mehr generiert werden konnte. Die Aggregate sind jetzt gereinigt und eine ordentliche Funktion ist wieder hergestellt, außerdem wird die Temperatur von nun an überwacht.

    Ich begreife zwar immer noch nicht ganz, warum das nicht vom Ladeninhaber bemerkt wurde, aber ich muss ja nicht alles verstehen. Schade eigentlich, dass man so einen Weg gehen muss, um Gehör zu finden. Deshalb gibt es für diesen Biomarkt-Inhaber von mir noch nachträglich ein dickes fettes #epicfail!

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