Nach Einschätzung von Ärzten setzt Facebook sensiblen Jugendlichen schwer zu. Sie warnen vor gravierenden psychosozialen Folgen.
Es sind immer dieselben Sprüche, die man schon zu World of Warcraft, Second Life und Konsorten gehört hat. Wenn ich mich recht erinnere, gab es den gleichen Salat sogar schon zu Zeiten von Compuserve — die Urgesteine der digitalen Welt unter euch werden sich daran sicher noch erinnern.
Das Problem liegt mit Sicherheit nicht bei den süchtig machenden Online-Services oder den Spielen, sondern bei den Erziehungsmethoden vieler Eltern. Viel zu oft werden Kinder stundenlang (unbeaufsichtigt) vor Videorekorder, DVD-Player, Playstation & Co. geparkt, um die Zeit und den Nerv der Eltern zu entlasten. Dass das nicht unbedingt optimal ist, sollte klar sein. Aus meiner hobbypsychologischen Sicht kommen genau diese Jugendliche für die Depression aus dem Artikel in Frage. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Vielleicht sollte man einfach einmal darüber schreiben, dass es sinnvoller ist, etwas mit seinem Kind zu unternehmen, als es nur vor die bequeme Kiste zu setzen, um danach über Websites und Spiele zu schimpfen. Dann klappt es auch mit der realen Wahrnehmung unserer Welt und das ausgeglichene Gefühl sozialer Verbundenheit kommt von ganz alleine. Und mal ganz ehrlich, Mobbing gab es auch schon bei mir im Kindergarten und der Grundschule, allerdings gab es da noch kein Facebook!