Jaja, die INTERBOOT 2012

INTERBOOT 2012 (Foto: Jay F. Kay)

Am Samstag pilgerte ich bei reichlich schlechtem Wetter an den schönen Bodensee um die diesjährige  INTERBOOT in der Messe Friedrichshafen zu besuchen. In sieben Hallen, ein wenig Freigelände und im Hafen, den ich jedoch nicht besucht habe, konnte man sich mit Neuigkeiten aus der Branche eindecken und an vielen Ständen Bekleidung, Accessoires und sonstige Dinge zum Messepreis erstehen.

Leider hat mich die Messe nicht wirklich vom Hocker gerissen, aber das habe ich auch nicht erwartet. Erlebte ich doch in letzter Zeit auf vielen Messen, dass das Qualitätsleiden immer mehr zunimmt. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, waren die vielen Verkaufsständen mit ihren ach so stark reduzierten Messepreisen. Dass es sich hier bei vielen Ständen um nicht ausgezeichnete Auslaufware handelte, die ich im Einzelhandel zum selben Preis, oder gar billiger bekomme, mag mir weder gefallen, noch kann ich es akzeptieren. Zum Glück gab es auch andere Händler, aber diese waren aus meinem Blickpunkt leider in der Unterzahl.

Die Bootshersteller gaben sich reichlich Mühe ihre Prachtstücke an den Mann zu bringen und zeigten ihre Weltpremieren und sonstige Neuheiten. Wie man sich denken kann, war die Produktpalette hauptsächlich auf den Bodensee abgestimmt. Dadurch fehlten die richtig großen Boote und Yachten in der Messehalle, was ich aber sehr gut nachvollziehen kann. Jedoch kam es mir so vor, wie wenn dieses Segment fast nur bis zur oberen Mittelklasse vorhanden war, denn Luxusausstattungen & Co. habe ich kaum entdeckt. Aber vielleicht bin ich auch nur zu kritisch und verwöhnt, kenne den Markt nicht so genau und Luxus ist auf dem Bodensee tabu. Wer weiß das schon.

Lustigerweise trieb sich auch @timbo_SF auf der INTERBOOT herum und mit ihm wagte ich eine Currywurstverkostung, die klassisch in die Hose ging. Die Currywurst bei Zehrer‘s Imbiss auf dem Messegelände wurde aus einer fettigen roten Wurst mit einer viel zu süßen Convenience-Food-Currywurst-Sauce zubereitet und war richtig schlecht. Den Preis habe ich bewusst verdrängt, was im Nachhinein schade ist, denn so kann ich ihn hier nicht nennen. Man darf mich jetzt nicht falsch verstehen, ich hatte einen sehr angenehmen Tag auf der INTERBOOT und es gab ohne Frage jede Menge tolle Boote zu bestaunen und das habe ich auch getan. Aber der richtige Kick hat doch gefehlt… obwohl, ich erinnere mich da an ein ausgestelltes klassisches Riva aus den Siebzigern.

Was mir wirklich außergewöhnlich gut gefallen hat, waren die Hausboote von Nautilus. Diese sehen nicht nur sehr gut aus, sie sind auch individuell und stylisch ausgestattet und können als Elektro-Version erworben werden. Ab nächstes Jahr gibt es diese in Berlin zu chartern und ich spiele mit dem Gedanken, mir das Angebot genauer anzusehen, um mir eine Woche Berlin vom Wasser aus zu genehmigen.

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Über Jay F Kay

Als Analogue Native in einer digitalen Welt lasse ich meinen Gedanken freien Lauf und schreibe in meinem Blog it’s a hoomygumb über alle möglichen und unmöglichen Themen, die mir in den Sinn kommen oder im Leben begegnen. Du findest mich auch bei Twitter, App.net, Facebook und Google+.

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