29. Juli 2010

1 Kommentar

Neulich beim Italiener: Landpomeranzen unter sich

Wieder einmal muss ich mich über erziehungsunfähige Eltern auslassen, aber nach meinem heutigen Mittagserlebnis kein Wunder. Mit guter Laune betrat kurz nach zwölf Uhr eine italienische Gaststätte meines Vertrauens und ahnte schon beim Eintreten, dass es hier nach Ärger riecht. An einem Tisch saßen vier Damen mit sieben laut krakelenden Kindern, am anderen fünf Personen zwischen ca. 20 und 70 Jahren mit leicht genervten Blick. Am dritten Tisch saß ein einzelner sehr freundlicher Herr, den ich hier schon öfter gesehen habe und den ich immer wieder gerne als den Dorf-Versicherungsvertreter bezeichne. Warum weiß ich nicht, er macht eben diesen Eindruck auf mich.

So belegten mein Kollege und ich den vierten Tisch und da wir uns dem erlesenen Kreis der Stammkundschaft zugehörig fühlen dürfen, wurden uns direkt und ohne eine Bestellung aufzugeben unsere Getränke samt Vorspeise serviert. Aus mir unbekanntem Grund führte das zu regen Diskussionen und komischen Blicken am Damentisch, die wir ebenso wenig beachteten wie das laute Gekreische der sieben Kinder. Dieses wurde übrigens regelmäßig immer wieder durch noch lautere „Seid doch endlich mal leiser!“-Aufforderungen der Mütter unterbrochen, die wie zu erwarten komplett ignoriert wurden. Die genervten Blicke an den Nebentischen kann sich sicherlich jeder vorstellen.

Als gut gesitteter Gaststättenbesucher hatte ich natürlich mein Mobiltelefon auf lautlos gestellt, konnte es mir aber aufgrund der eh schon zerstörten Restaurantromantik nicht verkneifen mit meinem sehr guten Freund AH ein paar SMS auszutauschen. Da ich dabei das Mobiltelefon eher dezent benutze und nicht wie viele andere Personen damit großzügig herum winke, überraschte mich die „Mami, was macht der Mann da?“-Reaktion von zweien der Kinder zwischen Haupt- und Nachspeise dann doch. Kurzerhand wurde ich empört von der Rädelsführerin der vier Damen, die mir unter uns gesagt einen sehr untervögelten Eindruck machte, in einem sehr unfreundlichen Ton angefahren. Dies hörte sich dann ungefähr so an: „Könnten Sie es vielleicht unterlassen mit Ihrem iPhone hier in der Gaststätte herumzuproleten?“ Ja, ich war kurz sprachlos und schlagartig war es im gesamten Restaurant mucksmäuschenstill und alle Blicke waren auf mich gerichtet.

Selbstverständlich gingen mir hunderte von Beleidigungen durch den Kopf, die diesen Beitrag ohne Mühe in die FSK18-Region befördert hätten, aber man ist ja wohlerzogen und möchte Mami nicht enttäuschen. So erwiderte ich „Wie ich sehe, sind Sie schon mit der Erziehung Ihrer Kinder überfordert, deshalb wäre ich sehr dankbar, wenn Sie sich nicht in mein Nutzungsverhalten mobiler Endgeräte einmischen würden.“ und widmete mich wieder meiner SMS. Von den anderen Tischen hörte man nach meinem Einwand zustimmendes Gemurmel und lästerliches Gelächter. Damit war am Damentisch die Stimmung im Keller, denn es wurde nur noch sehr leise getuschelt. Lustigerweise bewirkte diese eher peinlichen Szene, dass selbst die Kinder bis zu unserem Verlassen des Restaurants artig auf den Stühlen saßen und kaum mehr sprachen.

Es ist schon frech, was sich solche Dorfpomeranzen herausnehmen, während sie nicht bemerken, wie sie sich mit Ihrer dumm-arroganten pseudofeministischen Art extrem unbeliebt machen. Da wurde meiner Meinung nach eindeutig zu viel Britt am Mittag oder ähnliches geschaut, während man die Kinder mit irgendeiner Gamingkonsole oder einem Film auf DVD vor dem Zweitfernseher des Hauses ruhig gestellt hat.

Wie dem auch sei, ich habe mich trotz allem köstlich amüsiert und konnte es mir nicht verkneifen, dem Dorf-Versicherungsvertreter beim verabschieden noch lachend eine lästerliche Meinung zu offerieren. Diese war im Nachhinein zwar extrem böse und gemein, passte aber wie die Faust aufs Auge und wurde mir mit einem zustimmenden Lächeln quittiert, während sich der Damentisch lauthals empörte: „So isch dees, siabe Kind ond koi schees!“

Foto: Bernhard Richter

Vollständigen Artikel aufrufen

17. Juli 2010

3 Kommentare

Alles rein biologisch, Biomarkt und so!

Wir haben hier seit ein paar Wochen einen neuen Biomarkt, in dem ich mich heute umsehen wollte. Ok, den Laden gibt es schon eine Weile, aber ich wusste einfach nichts davon. Hier hat wohl der Buschfunk versagt. Vielleicht haben wir hier eine neue Einkaufsmöglichkeit, dachte ich mir und ab ging es hinein in den Laden.

Der erste Eindruck war extrem negativ und dieser kam nicht von der Einrichtung. Trotz heutiger angenehmer „Kühle“, die durch eine Außentemperatur von ca. 22°C erzeugt wurde, war es in dem Laden stickig und heiß. Was mag hier in den letzten Tagen für ein Klima geherrscht haben, als wir mit Außentemperaturen zwischen 30 und 40° C zu kämpfen hatten. Man kann sich sicher vorstellen, wie das Gemüse, die Schokoladenprodukte und andere hitzeempfindlichen Waren ausgesehen haben, die ohne jegliche Kühlung im Laden zum Verkauf angeboten wurden. Die Produkte in den Kühlregalen sahen auch nicht sehr vertrauenserweckend aus, denn die Kühlaggregate waren mit der Hitze im Laden etwas überfordert. Die Kühlleistung dieser aus meiner Sicht alten Kühlaggregate war beängstigend, denn nach einem Berührtest konnte ich keine wirkliche Kühlung der Produkte feststellen. Dafür wurde man von den Gebläsen der Aggregate mit heißer Luft angeblasen. Hier wurde die Kühlkette der Produkte eindeutig unterbrochen, interessiert hat es aber niemand. Dafür war alles rein biologisch?

Sehr auffällig war auch der sehr hohe Anteil an regionsfremden und ausländischen Produkten, obwohl im Prospekt und auch auf der Webseite des Franchisegebers mit Regionalität und Herkunft geworben wird. Vielleicht wäre mein erster Eindruck an einem anderen Tag etwas positiver ausgefallen, denn zurzeit haben wir im Lebensmittelmarkt durch die hohen Außentemperaturen mit Sicherheit eine Extremsituation. Allerdings zeichnet es einen guten Markt aus, mit dieser außergewöhnlichen Situationen fertig zu werden. Meine Ansprüche wurden nicht erfüllt und wie ich mit dem Wissen einer unterbrochenen Kühlkette verfahren werde entscheide ich spontan nach dem Montagmorgen Kaffee.

Foto: Jay F. Kay

Weiterlesen

2. Juli 2010

1 Kommentar

Reine Männersache: Der BBQ-Kochkurs

Nach Monaten langer Vorfreude war es endlich soweit, der BBQ Kochkurs „Reine Männersache“ im Parkhotel Adler in Hinterzarten stand auf dem Programm. Gebucht habe ich diesen irgendwann im Januar als Geburtstagsgeschenk für meinen besten Freund BE. Und weil bei einem zünftigen BBQ reichlich Bier getrunken wird, gab es die Übernachtung in diesem herrlichen 5-Sterne Schwarzwald-Hotel gleich mit dazu. So muss das sein, denn in der heutigen vielbeschäftigten und kurzlebigen Zeit gibt es nicht viel, dass wichtiger ist als freie Tage und Stunden mit Freunden und der Familie zu verbringen.

Um Punkt 15 Uhr wurden wir mit den anderen Teilnehmern vom Küchenchef Simon Bragg-Coulthard begrüßt und in die Küche geführt. In dieser wartete schon des Chefkochs Adjudant Michael Scharf, um sich mit uns den Vorbereitungen zu widmen. Nicht nur, dass wir ein gebundenes Kochbuch mit den Rezepten aller Speisen als Beigabe bekamen, uns wurde auf einfache und lockere Art und Weise gezeigt, wie man sehr mit wenig Aufwand tolle Grillgerichte zaubern kann. Dumme Fragen waren hier ebenso erwünscht, wie das anfassen und ausprobieren aller Zutaten und Techniken. Hier nochmal einen besonderen Dank an Sven für die hervorragende Unterstützung des Küchenchefs (ja, das ist ein Insider!).

Nach Abschluss der Vorbereitungen wurde der Kochkurs ins Freie verlegt und das eigentliche BBQ mit einem kühlen Bier eröffnet. Es wurde gegrillt, getrunken, gegessen und reichlich Tipps ausgetauscht. Es ist unmöglich diesen Nachmittag zu beschreiben, man muss ihn erlebt haben. Einige Inspirationen des Tages findet der Interessierte auf flickr. Fakt ist, dass wir jede Menge Spaß hatten und reichlich Ideen für die nächste Grillparty mit nach Hause genommen haben. Leider mussten sich die meisten Teilnehmer nach dem offiziellen Teil verabschieden, weil angeblich die Frauen im Hotel oder zu Hause warteten. Eine Ausrede ohne Worte an einem reinen Männertag. Wirklich böse waren wir darüber jedoch nicht, denn so hatten wir während des inoffiziellen Teils noch jede Menge guter Gespräche beim kühlen Bier mit dem Chefkoch, seinem Adjudanten und einigen anderen Angestellten des Hotels. Als Abschluss des Tages gab es noch ein paar Drinks in der Leopardenbar (Leo-Lounge Bar) des Hotels, die diesem Tag das i-Tüpfelchen aufsetzten.

Küchenchef Simon Bragg-Coulthard und sein Gehilfe Michael Scharf lieferten uns einen sensationellen Nachmittag und aus diesem Grund ist meine Vorfreude auf den 11. September diesen Jahres sehr groß, denn an diesem Samstag findet der ‚BBQ Kochkurs für Sie und Ihn‘ statt. Vielen Dank und auf Wiedersehen!

Foto: Jay F. Kay

Weiterlesen

22. Juni 2010

2 Kommentare

CSI und die zufälligen Beweisstücke

Man könnte sagen, dass ich ein Fan der ersten Stunde von CSI: Crime Scene Investigation bin, die hierzulande besser als CSI: Den Tätern auf der Spur oder auch CSI: Las Vegas bekannt ist. Die Serie habe ich durch Zufall während eines USA-Trips auf CBS entdeckt und mir inzwischen so ziemlich jede Episode bis zur neunten Staffel angesehen. Leider hat William Petersen, wie schon seit längerem mehrfach angekündigt, die Serie als Schauspieler verlassen. Dadurch hat diese auf wundersame Weise ihren Reiz für mich verloren, denn der Matrix-Mann Larry Fishburne  ist zwar ein guter Schauspieler, kann mich jedoch in dieser Rolle nicht wirklich überzeugen.

CSI: Miami ist ja noch ganz nett, allerdings finde ich dieses selbstgerechte Gehabe von Horatio Cane, Calleigh Duquesne & Co. doch sehr befremdlich und mittlerweile als ziemlichen Störfaktor. Den Ableger aus New York konnte ich von Anfang an nicht leider, aber das liegt vielleicht auch nur an der Titelmusik.

Extrem auffällig sind die ganz zufälligen Beweisfunde am Tatort, die so unglaubwürdig in die Story eingebaut sind, das es schon nervt. Man wartet fast schon darauf, dass sich die Beamten der CSI ratlos am Tatort oder in einer Untersuchung versammeln und wie durch Geisterhand auf das zufällig auftauchende, täterüberführende Beweisstück aufmerksam werden. Bei der Miami und New York Variante kenne ich das nicht anders, aber leider ist mein Favorit aus Las Vegas mit der Zeit immer mehr auf diesen Zug aufgesprungen.

Für selbstgerechte Ermittler und schlecht zusammengeschusterte Stories ist mir inzwischen meine Zeit zu schade, von den wirklich schlechten und übermäßigen Werbeeinblendungen auf RTL und VOX ganz zu schweigen. So werde ich mir wohl doch irgendwann die erste Staffel von CSI: Crime Scene Investigation auf DVD besorgen und wieder einmal in Retroerinnerungen schwelgen. Früher war einfach alles besser…!?

Foto: Warren Millar

Weiterlesen

13. Juni 2010

0 Kommentare

24 – Twenty Four: Mobbing und ganz anderes Theater

Da am letzten Wochenende das Wetter miserabel war, habe ich mir den Rest der achten Staffel von 24 angesehen. Meinem HDD-Rekorder sei Dank muss ich nicht mehr wochenlang meine Abende nach dem Fernsehprogramm ausrichten oder auf den Erscheinungstermin der DVD warten, wenn ich mir solch eine lange und zusammenhängende Serienstaffel ansehen möchte.

Trotz extrem übertriebener Story und total unrealen Verhältnissen habe ich alle Staffeln von 24 mit sehr viel Freude angesehen. Amerikanisches Heldentum belebt eben doch den Geist. Angeblich ist nach dieser Staffel Schluss und Jack Bauer wird in den Ruhestand geschickt. Für Hardcore-Junkies sei gesagt, dass Sie sich deshalb keine Sorgen machen müssen, denn seit Neuestem kann man die komplette Serie von MacGyver im gut sortieren DVD-Handel vorbestellen. Das aber nur Nebenbei. Wie gesagt, nach Staffel acht ist Ende mit dem Vierundzwanzigstundenmarathon an Action, Terrorismus, Folter und was weiß ich noch alles – und das ist auch gut so!

Man darf mich jetzt nicht falsch verstehen, ich fand die achte Staffel auch sehr unterhaltsam, aber leider extrem vorhersehbar. Es gab nicht einen Part in der Serie, bei dem man wirklich überrascht war. Nein, man hat eigentlich darauf gewartet, dass eine Situation eintritt, die in mindestens drei Staffeln vorher schon einmal da war. Somit kann man jetzt einfach wieder mit der ersten Staffel beginnen, denn etwas Neues ist nicht zu erwarten. Das hat sich wohl auch FOX gedacht und die Kiste eingestellt. Allerdings noch nicht ganz, denn angeblich ist für 2011 ein Kinofilm geplant. Man wird sehen.

Der eigentliche Grund warum ich mich aufgerafft habe diesen Beitrag zu schreiben ist jedoch ein anderer. Wer sich Gedanken darüber macht, seine Arbeitskollegen oder Vorgesetzten zu mobben, seine Untergebenen zu bossen oder sonstige Leute zu belügen und zu betrügen muss unbedingt alle acht Staffeln von 24, sowie den Kinofilm Redemption gesehen haben. Es ist eine wahre Pracht, wie sich die Mitarbeiter der CTU gegenseitig ausspielen und dabei jedes Mal die Welt retten. Im richtigen Leben läuft es in vielen Firmen leider sehr ähnlich ab, aber Gott sei Dank nicht in allen.

Screenshot: Jay F. Kay

Weiterlesen

29. Mai 2010

0 Kommentare

Deepwater Horizon – Reizthema des Monats April, Mai & ff?

Deepwater Horizon ist mein Reizthema des Monats. Es ist erschreckend was hier passiert und mit welch unverantwortlicher Vorgehensweise die Betreibergesellschaft Transocean und deren Auftraggeber BP vorgeht. Seit dem 20. April tritt aus dem Bohrloch Rohöl aus und ein Ende ist nicht in Sicht. Am gestrigen Tag soll die Menge des ausgetretenen Öls wahrscheinlich den Umfang des 1989 in Alaska gesunkenen Tankers Exxon Valdez überschritten haben.

Anscheinend hat man nichts gelernt, denn einen Notfallplan gibt es nicht. Diese waren früher einmal vorgeschrieben, heute aber nicht mehr. Für jeden Humbug gibt es Notfallpläne, Vorschriften und sonstige Sicherheitsanforderungen, für den Betrieb einer Ölplattform im Golf von Mexiko jedoch nicht. Welche katastrophalen Ausmaße dieser Unfall noch haben wird, ist momentan noch ungewiss. Das liegt vor allem daran, dass jeder Versuch den Ölausfluss zu stoppen danebenging. BP stellt freundlicherweise einen Livestream zur Verfügung, der von einem oder mehreren ROV (remotely operated vehicles) gesendet wird. Beruhigen kann das was man dort sieht jedoch auf keinen Fall. Allerdings ist der Stream momentan die einzige Aktion, die wirklich einigermaßen funktioniert und somit der einzige Erfolg, den BP & Co. bei der Katastrophenbekämpfung vorweisen kann.

Gespannt darf man sein, wer den ganzen Schaden und die noch entstehenden Folgekosten bezahlen wird. Meiner Meinung nach sollte das uneingeschränkt BP und die beteiligten Firmen übernehmen. Aber wahrscheinlicher ist, dass nach jahrelangen Gerichtsverfahren BP nur ein Bruchteil der Kosten zu übernehmen hat und sich die Aktionäre weiterhin die dicken Dividenden einschieben, während Umwelt, Tiere und die Weltbevölkerung die leidtragenden sind.

Satire-Foto: Macadelic.de

Weiterlesen

16. Mai 2010

0 Kommentare

Kann man stinken wie ein Bär?

Wie stinkt ein Bär und kann man stinken wie ein solchiger? Fragen die eigentlich niemand benötigt, aber sie kommen von selbst auf, wenn jemand nach altem Schweiß stinkend in den Umkleidebereich eines Fitnessclubs spaziert, in dem man sich gerade für die sportliche Betätigung vorbereitet. Wie zu erwarten wurden von dem Bär? nur die Schuhe gewechselt, wenigstens, und schon war er im Trainingsbereich verschwunden. Normalerweise kann ich bei solchen Aktivitäten meinen Mund nicht halten, aber man ist nicht immer in Stimmung auf bloßstellende Gespräche. Ein allmächtiges Halleluja, dass ich mich an anderer Stelle sportlich betätigte — gestankfrei.  Zufälligerweise traf man sich nach dem Training wieder im Umkleidebereich. Nach meiner ausgeweiteten Duschorgie betrat selbiger Bär wieder den Raum, wechselte die Schuhe und ging. Immer noch stinkend.

Diese hygienearme Spezies Bär Mensch trifft man immer wieder einmal, meist jedoch nicht so stark stinkend. Nächstes Mal werde ich wohl meinem Unmut wieder freien Lauf lassen müssen, denn solch ein Verhalten Gestank hält eigentlich niemand aus, außer man ist Schweißfetischist aller erster Güte. In solchen Situationen kommt mir dann immer mein alter Deutschlehrer in den Sinn, der permanent mit seinen politisch unkorrekten Aussagen für Furore sorgte. Hierzu, und ich höre schon zu Recht die Empörung, ein thematisch passendes  aber politisch extrem unkorrektes Zitat von diesem: „Herr Bär, sie stinken wie zehn nackte Neger!“

Foto: Sarie

Weiterlesen

15. Mai 2010

0 Kommentare

Es kann kochen — Gewürzmischung Ahoi!

Auf meiner heutigen allsamstäglichen Einkaufstour war ich wieder einmal erschüttert, als ich auf den Kassenbändern sah, wie viele Fix-Produkte und Fertiggerichte konsumiert werden. Leider hatte ich mein Mobiltelefon im Auto liegen lassen, ansonsten hätte ich die Einkäufe meines Favoriten an der Kasse einer bekannten Supermarktkette dokumentieren können.

Wie man permanent diese Seuche verspeisen kann ist mir unverständlich und wenn man einmal genau darüber nachdenkt spart man so viel Zeit nicht wirklich. Es ist einfach nur ziemlich unkompliziert in den Supermarkt zu gehen, ein Päckchen Fix für Irgendwas zu nehmen und die Zutaten direkt von der Packung abgelesen einzukaufen.

In meinem Bekanntenkreis gibt es ebenfalls ein paar solcher Experten und komischerweise sind es immer genau diese Leute, die in guten Restaurants über das Essen meckern oder sich lauthals über diverse Kochkünste aus der TV-Sendung „Mein perfektes Dinner“ auf VOX auslassen. Mein Vorschlag: „Einfach mal die Klappe halten und einen anständigen Kochkurs besuchen“, allerdings dürfte es für manch einen Geschmackssinn wohl schon zu spät sein.

Foto: Jay F. Kay

Weiterlesen

8. Mai 2010

1 Kommentar

Kindererziehung leicht gemacht?

Wer kennt das nicht, schlecht erzogene Kinder in Restaurants. Sie rennen umher, schreien laut wenn ihnen etwas nicht passt, quengeln permanent am Tisch, haben schlechte Tischmanieren und nerven einfach. Obwohl, wenn man einmal richtig darüber nachdenkt, nerven mich die zugehörigen Eltern mehr. Die ewigen Aufforderungen artig zu sein, permanente Strafankündigungen die nicht eingehalten werden und oftmals ebenso schlechte Tischmanieren.

Liebe Eltern, ich kann verstehen, dass ihr das absolut beste, tollste und schönste Kind habt, aber unerzogene Kinder sind nicht nur im Restaurant total daneben. Nur mit rumvögeln und Kinder in die Welt setzten ist die Arbeit nicht getan, Kinder müssen und wollen meist auch erzogen werden. Leicht ist das bestimmt nicht, aber bevor man ein verzogenes Gör großzieht und seine Umgebung nervt, wäre in manchem Fall professionelle Hilfe sicher nicht die schlechteste Idee. Hierbei sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass von angesprochener Hilfe nicht das Kind, sondern der Erwachsene „erzogen“ wird. Manche haben es in der Tat nötig!

Foto: Herby Meseritsch

Weiterlesen

24. April 2010

0 Kommentare

GPS-Sozializing mit Gowalla, Foursquare & Co.

Überall kann man vom nächsten großen Ding im Internet lesen. Geolocation heißt das Zauberwort. Wieder einmal wird um User geworben, gehypt und verglichen. Die beiden größten Dienste sind derzeit wohl Gowalla und Foursquare, wobei letzterer aufgrund der großen Medienpräsenz im letzten Monat bekannter sein dürfte.

Auf mashable.com gibt es einen Artikel, in dem gefragt wird, wer von den beiden Big Playern den Geolocation War gewinnen könnte. Anhand der beigefügten Statistik kann man erkennen, dass Foursquare momentan die Nase vorne hat, allerdings wurde der Service aus dem East Village New Yorks  diesen Monat in vielen Magazinen erwähnt und gehypt. Das fiel mir selbst bei Twitter, Facebook & Co. auf, denn schlagartig bekam man ziemlich viele Status Updates mit Foursquare Links zu sehen.

Jetzt steht er wieder da, der User, vor seinem Mobiltelefon — und er muss sich die Frage stellen, für welchen Anbieter er sich entscheiden soll. Vorausgesetzt wird natürlich, dass er der Welt mitteilen möchte, wo er sich aufhält bzw. aufgehalten hat. Selbstverständlich ist es möglich beide Dienste parallel zu nutzen, ob das wirklich sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden.

Es gibt natürlich noch einige andere Geolocation-Netzwerke, diese lassen sich ohne Probleme über die App Stores der Mobiltelefonhersteller finden. Brightkite ist eine dieser Anwendung, die ich selbst getestet, aber relativ schnell wieder deaktiviert habe. Persönlich gefällt mir momentan Gowalla am besten, allerdings kann sich das durchaus noch ändern. Ständig werden die Dienste aktualisiert und neue Features hinzugefügt. So bleibt abzuwarten, wer letztendlich die bessere Marketingstrategie an den Tag legen und den Geolocation War gewinnen wird.

Foto: Jay F. Kay

Weiterlesen